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Das Ensemble Zangi-Ata

Das Ensemble wurde um das Grab des sufistischen Scheihes Jassawija Zangi-Ata (14 Jh.) gebildet. Sein ältester Teil besteht aus dem Beerdigungsraum des Scheihes und dem Saal für Pilger. Außerdem sind im Hofteil eine Moschee, Hudjre (Zimmer) für Pilger, ein Minarett, ein Wasserbecken (Hauz) und eine Vorpforteeinrichtung gebaut. Das Grab und das Ensemble waren eine Pilgerstelle der Moslems der ganzen Region.

 

Vermutlich wurde der Grabstein des Scheihes in der Epoche von A.Timur (vielleicht nach seinem Befahl) eingerichtet. Die Kuppeleinrichtung und der Saal für Pilger wurden in der Zeit der Herrschaft von Mirzo Ulugbek gebaut. Während einiger Jahrhunderte wurde der Hof gebildet. Die größten Restaurationsarbeiten wurden am Anfang der 19 Jh. und am Ende 90-er Jahre des vergangenen Jahrhunderts verwirklicht.

Das Minarett

Das Minarett wurde vom Taschkenter Baumeister im Stil der türkischen. Einrichtungen solches Typs gebaut. Das Minarett wurde vom Besteller nach dem türkischen Stil gemeint. Davon zeugen die originale Dekorierung und die Epigraphik, die auf der Gipsplatte vor der Eingangstür ins Minarett geschnitzt wurden. Im Unterteil dessen gibt es ein Bild vom Labyrinth in der quadratischen Form. Im Unterschied zu den gewöhnlichen Labyrinthen, wo es zum Zentrum nur einen Eingang gibt, sind hier zwei Eingange zum Zentrum vorhanden. Im Zentrum ist „Konstantinopel“ (Istanbul) geschrieben. Das Rätsel des Labyrinths kann man verstehen, wenn man sich an den nächsten Umstand erinnert. Erstens, hielten die Moslems vom kolonialen Turkestan den Herrscher des türkischen Reiches für das geistliche Haupt (Halif) der Moslems der ganzen Welt. Zweitens, zeigte die schematische Idee solches geometrischen Rätsels (vielleicht in Türkei konstruierten), dass alle Wege der Moslems ins ideologische und politische Zentrum der Moslems damaliger Zeit nach Konstantinopel fuhren. Vielleicht ist hier eine Phrase aus dem Koran (30:1-2) gemeint. Hier gibt es eine Andeutung über Rom (das zweite Rom), genauer über Konstantinopel.

Der Eingang in den Gedenkensaal (Zijarat-Hana) und in den Beerdigungsraum ist farbenprächtig geschmückt  und mit dem mosaischen  Muster und dem Band der Überschriften dekoriert (zum Teil restauriert). Hier wurden Überlieferungen (Hadis) des Propheten geschrieben. Der Anfang und das Ende des originalen Textes wurden verloren und während der Restauration wiederaufgebaut.

Aus dem Text der Überlieferungen (vom Allah):“Wirklich, sind  Moscheen  meine Hauser auf der Erde. Diejenigen, die mich dort besuchen, sind die besten im Gebet. Bei den Moslems, die ihre Häuser und dann mich besuchen, werden sich ihre Sünden verwischen, und wird ihr Eingang ins Paradies leicht. Der große Allah hat Recht und sein Gesandte auch“.

Der Grabstein vom Scheih Zangi-Ata gehört zum Meisterwerk der Kunst der Marmorschnitzerei. Aus dem Stil des Ornaments und den Besonderheiten der Paläographie der Überschriften (Handschriften: Kufi, Suls, Nash) ausgehend, wurde der Grabstein von den Marmorschnitzern gemacht. Auf den Seitenflächen wurden mit großen Buchstaben Gedichte in der arabischen Sprache gemeißelt. Dort ist geschrieben: „Wir genissen Gesundheit und Reise (Bisihatin wa sajahatin). Aber die Zeit kommt und trennt uns, weil die Zeit den Gott liebenden Menschen trennt. Auf der Nordseite des Grabsteins ist mit den Handschriften Kufi und Suls den Hadis des Propheten geschrieben:“Das Grab ist ein Koffer der Handlungen (der Menschen). Hier ist auch ein Epitaph gemeißelt, der Unterteil dessen schon verloren ist.

Um des gnädigen und barmherzigen Allahs willen: Jede Seele erlebt den Tod. (Koran, 29:57).
Wahrheit sagte der große Allah!  Das ist ein Grab des vergebenen, begnadigten, des Herren, des Märtyrers(für Glaube), des ehrlichen, des Asketen, Zangi-Ata.

Auf den Oberflachen des Grabsteins ist eine Kartusche mit 4 Blütenblättern in der Einrahmung des Pflanzenornaments  mit dem epigraphischen Muster gemeißelt. Dort kann man lesen (vom oberen Blumenblatt): Werden wir den großen Allah, den hastigen Allah rühmen!

 

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